Wir über uns

NUREC-Institute e.V.  steht für Network on urban research in the European Union (vormals: European Community) – das Netzwerk für international vergleichende Stadtforschung in der Europäischen Union, welches
 von interessierten Wissenschaftlern (Demografen, Geografen, Ökonomen) aus Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande und Spanien in Pisa im Jahre 1989 mit dem Ziel gegründet wurde, vergleichbare Informationen über die europäischen Großstädte und das europäische Städtesystem zur Verfügung zu stellen. Dieses große Interesse an Informationen über “andere” Städte und Standorte war vor dem Start des europäischen Binnenmarktes 1992 nur zu verständlich.

Ebenfalls 1992 legte das NUREC-Institute eine Definition des Begriffes der Agglomeration vor, der auf einem morphologischen Ansatz beruhte und nicht unwidersprochen blieb – wie sollte es auch anders sein. Das Ergebnis, also die Abgrenzung von Agglomerationen in der EU 12, war der “Atlas der Agglomerationen in der Europäischen Union” (“Atlas of Agglomerations – Part of an Integrated Observation System”), der 1994 vorgelegt wurde.

Aus heutiger Sicht ist der Ort der Herausgabe dieses Atlasses, Duisburg, bemerkenswert, weil der Erfinder des ersten, wegen der sog. winkeltreuen “Mercator-Projektionen” modernen Atlasses der Welt, der Kartograf und Kosmologe Gerhard Mercator, sein bahnbrechendes Werk im 16. Jahrhundert in Duisburg schuf. Gerhard Mercator verstarb 1594 und damit 400 Jahre vor der Publikation des NUREC-Atlasses. Mit der winkeltreuen Projektion lieferte Mercator der Nachwelt zudem die Gundlagen für die moderne Navigation, denn ohne die Mercator-Projektion sind die heutigen digitalen, von uns als selbstverständlich angesehenen Navigationssysteme, nicht vorstellbar.

In gewisser Weise war damit der “Atlas of Agglomerations in the European Union” durch NUREC Vorläufer für heute geläufige Geoinformationssysteme und somit auch der Geonavigation. Das war gut ein Jahrzehnt bevor das kleine Gerät, das man heute liebevoll als “Navi” bezeichnet, für Jedermann erschwinglich war. Zur Erinnerung: zu dem Zeitpunkt waren flächendeckende “satellite-based navigation systems” unbekannt. Man sollte sich wirklich nachträglich daran erinnern, dass die Abgrenzung urbaner Räume in Europa durch NUREC “zu Fuß” auf der Basis topografischer Karten erzeugt wurde. Eine Alternative zu dieser Methode gab es nicht.

Seit nunmehr 22 Jahren beschäftigt sich NUREC mit der Abgrenzung von Städten und darüber hinaus mit dem, was innerhalb der Stadtgrenzen stattfindet (Stichworte: urbane Systeme, Zentrizität und Funktionen, wie z.B. Wirtschafts-, Politik-, Wissens-, Kultur- und Bildungsfunktionen u.v.m.).

Wenn das Ziel verfolgt wird, eine Informationsbasis über Städtesysteme zu entwickeln, kann man natürlich nicht bei der Definition von Abgrenzungskriterien für Städte stehen bleiben. Diese sind aber natürlich notwendige Bedingung dafür, dass Indikatoren vergleichbar sind. Deshalb wurde 1992 mit Unterstützung des ISI, von UNSTAT und HABITAT ein Projekt ins Leben gerufen: “LCSP-The Large City Statistics Projekt”, dessen Ergebnisse 1996 auf der HABITAT II-Konferenz in Istanbul vorgestellt wurden. Seitdem ist NUREC eine bei den Vereinten Nationen akkreditierte Nichtregierungsorganisation (NGO).

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